Arpentage
Soziale Arbeit (2024)
Ich messe der sozialen Gerechtigkeit besondere Bedeutung zu und leite daraus wesentliche Verpflichtungen ab:
Ich verpflichte mich zur Anerkennung von Verschiedenheiten.
Ich verpflichte mich zur gerechten Verteilung von Ressourcen.
Ich verpflichte mich zur Aufdeckung von ungerechten Praktiken.
Ich verpflichte mich zur Einlösung von Solidarität.
Ich verpflichte mich zur Zurückweisung von Diskriminierung.*
Aus dieser gemeinsamen Ausgangslage entwickelt sich eine Auseinandersetzung mit Verantwortung, sozialer Arbeit und Empowerment. Erst allmählich entsteht ein klassischer Bühnenraum. Im Zentrum steht Édouard Louis’ «Das Ende von Eddy»; nicht als zu erzählende Geschichte, sondern als geteiltes Material. Die Seiten des Buchs werden geteilt, jede:r liest für sich, die Sprache stockt, verletzt oder verstummt. Aus Stille und Reflexion entstehen freie Assoziationen. Persönliche Erfahrungen, Coming-out, politische Fragen und Handlungsimpulse verschränken sich. Publikum und Performer:innen treten in Co-Autorenschaft, und das Stück endet offen, als Erfahrung dass Sprache manchmal fehlt – und dass gerade darin ein gemeinsamer Raum entstehen kann.
*Berufskodex Soziale Arbeit Schweiz
Ich verpflichte mich zur Anerkennung von Verschiedenheiten.
Ich verpflichte mich zur gerechten Verteilung von Ressourcen.
Ich verpflichte mich zur Aufdeckung von ungerechten Praktiken.
Ich verpflichte mich zur Einlösung von Solidarität.
Ich verpflichte mich zur Zurückweisung von Diskriminierung.*
Aus dieser gemeinsamen Ausgangslage entwickelt sich eine Auseinandersetzung mit Verantwortung, sozialer Arbeit und Empowerment. Erst allmählich entsteht ein klassischer Bühnenraum. Im Zentrum steht Édouard Louis’ «Das Ende von Eddy»; nicht als zu erzählende Geschichte, sondern als geteiltes Material. Die Seiten des Buchs werden geteilt, jede:r liest für sich, die Sprache stockt, verletzt oder verstummt. Aus Stille und Reflexion entstehen freie Assoziationen. Persönliche Erfahrungen, Coming-out, politische Fragen und Handlungsimpulse verschränken sich. Publikum und Performer:innen treten in Co-Autorenschaft, und das Stück endet offen, als Erfahrung dass Sprache manchmal fehlt – und dass gerade darin ein gemeinsamer Raum entstehen kann.
*Berufskodex Soziale Arbeit Schweiz
Credits
Regie und Dramaturgie:Ketty Ghnassia
Künstlerische Mitarbeit:
Noah Engweiler und Lukas Kubik
Von und mit:
Mitglieder des Forums für kritische Soziale Arbeit:
Rebecca Härtner, Emanuel Röhtlisberger;
Noah Engweiler (krilp),
Lukas Kubik und Sabina Winkler
Szenographie und Kostüme:
Sabina Winkler
Produktionsleitung:
Lukas Kubik
Gefördert durch:
Stadt Zürich Kultur, Migros Kulturprozent, Cassinelli-Vogel-Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Stiftung Corymbo
Eine Produktion der cie la mêlée in Koproduktion mit dem Konzeptbüro, Rote Fabrik und in Kooperation mit dem Theater Neumarkt
liebsten Dank an Lea Whitcher, Sabina Winkler, Kathrin Walde und das Projekt #carecity _stories* für die Ausleihe ihrer Szenografie
Zur prozessbasierten Theaterarbeit ARPENTAGE
Arpentage, zu Deutsch etwa Vermessung oder Vermessungstechnik, ist eine Verbindung aus proletarischem Lesezirkel und politischer Aktion. Ihren Ursprung hat sie in der sozialistischen Bewegung Frankreichs. Arbeiter:innenverbände und Gewerkschaften suchten nach einer Möglichkeit, sich gemeinsam politisch weiterzubilden, ohne in akademische Untätigkeit zu verfallen. Das Lesen sollte gleichzeitig Empowerment sein – ein Instrument zur politischen Gestaltung der Wirklichkeit. Dieses Prinzip übersetzt das Projekt Arpentage in die heutige Zeit und in den Kontext von Theater.Weiterführende Links