Arpentage

Journalismus (2024)

Inszenierung
einer fiktiven

JJS–Sitzung
auf Stillkissen

Spezielles Traktandum: Arpentage zum Essay «Das Prinzip Trotzdem» von Roger de Weck



Das Berufskollektiv Netzwerk Junge Journalistinnen & Journalisten Schweiz lädt zu einer fiktiven offenen Sitzung ein, in der nicht nur organisatorische Fragen, sondern auch die Krise im Journalismus und mögliche Handlungsspielräume diskutiert werden. Im Zentrum steht eine Arpentage aus der Tradition der Éducation Populaire: Unter Anleitung lesen die Zuschauer:innen das Werk «Das Prinzip Trotzdem» von Roger de Weck. Die Seiten werden aufgeteilt, jede:r markiert Passagen, die für sie besonders relevant sind, und reflektiert still über Gefühle, Fragen und persönliche Erfahrungen.

Während das Buch abstrakte Appelle an Verantwortung und Engagement formuliert, zeigt das Stück mit Humor und Gespür für zwischenmenschliche Dynamiken, wie kollektives Engagement entsteht und politisches Handeln im Alltag verankert werden kann.

Credits

Regie und Dramaturgie:
Ketty Ghnassia

Künstlerische Mitarbeit:
Noah Engweiler und Lukas Kubik

Von und mit:
Mitglieder des Netzwerks Junge Journalistinnen & Journalisten Schweiz:
Sarina Höppner, Simon Schaffer;
Noah Engweiler (krilp),
Lukas Kubik und Sabina Winkler

Szenographie und Kostüme:
Sabina Winkler

Produktionsleitung:
Lukas Kubik

Gefördert durch:
Stadt Zürich Kultur, Migros Kulturprozent, Cassinelli-Vogel-Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Stiftung Corymbo

Eine Produktion der cie la mêlée in Koproduktion mit dem Konzeptbüro, Rote Fabrik und in Kooperation mit dem Theater Neumarkt

liebsten Dank an Lea Whitcher, Sabina Winkler, Kathrin Walde und das Projekt
#carecity _stories* für die Ausleihe ihrer Szenografie

Roger de Weck, Das Prinzip Trotzdem @ Suhrkamp Verlag GmbH. Berlin, 2024. Mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlags.

Zur prozessbasierten Theaterarbeit ARPENTAGE

Arpentage, zu Deutsch etwa Vermessung oder Vermessungstechnik, ist eine Verbindung aus proletarischem Lesezirkel und politischer Aktion. Ihren Ursprung hat sie in der sozialistischen Bewegung Frankreichs. Arbeiter:innenverbände und Gewerkschaften suchten nach einer Möglichkeit, sich gemeinsam politisch weiterzubilden, ohne in akademische Untätigkeit zu verfallen. Das Lesen sollte gleichzeitig Empowerment sein – ein Instrument zur politischen Gestaltung der Wirklichkeit. Dieses Prinzip übersetzt das Projekt Arpentage in die heutige Zeit und in den Kontext von Theater.