Arpentage
Theater (2023)
Inszenierung
einer fiktiven Sitzung des Theaterkollektivs
in der Unterwasserwelt.
Spezielles Traktandum: Arpentage zum Essay «Gojnormativität. Warum wir über Antisemitismus sprechen müssen» von Judith Coffey und Vivien Laumann
Im Dezember 2021 liest Ketty Ghnassia den Essay «Gojnormativität. Warum wir über Antisemitismus sprechen müssen» von Judith Coffey und Vivien Laumann. Die theoretische Sprache der beiden queer-feministisch verorteten Wissenschaftlerinnen wirkt auf sie wie ein Gedicht, und sie verspürt die existentielle Notwendigkeit, den Text wortgetreu mit anderen zu teilen. Der Massaker des 7. Oktober 2023 und die Israels mörderische Kriegsantwort hat diese Dringlichkeit noch verstärkt.
Ausgangspunkt der Aufführung ist eine fiktive Sitzung des Theaterkollektivs, in deren Rahmen die Methode der Arpentage für die Bühne adaptiert und gemeinsam mit dem Publikum durchgeführt wird. Der Text wird zum Resonanzraum, in dem sich die Auseinandersetzung mit Antisemitismus sinnlich und kritisch entfaltet.
Dass fünf Tage vor der Premiere der Schauspieler Yan Balistoy dem Theater Neumarkt vorwirft, ihn aufgrund seiner israelischen Herkunft diskriminiert zu haben, ist reiner Zufall. Die Aufführung nimmt dieses Ereignis jedoch auf ihre eigene Weise auf und macht es zum Teil der kollektiven Auseinandersetzung.
einer fiktiven Sitzung des Theaterkollektivs
in der Unterwasserwelt.
Spezielles Traktandum: Arpentage zum Essay «Gojnormativität. Warum wir über Antisemitismus sprechen müssen» von Judith Coffey und Vivien Laumann
Im Dezember 2021 liest Ketty Ghnassia den Essay «Gojnormativität. Warum wir über Antisemitismus sprechen müssen» von Judith Coffey und Vivien Laumann. Die theoretische Sprache der beiden queer-feministisch verorteten Wissenschaftlerinnen wirkt auf sie wie ein Gedicht, und sie verspürt die existentielle Notwendigkeit, den Text wortgetreu mit anderen zu teilen. Der Massaker des 7. Oktober 2023 und die Israels mörderische Kriegsantwort hat diese Dringlichkeit noch verstärkt.
Ausgangspunkt der Aufführung ist eine fiktive Sitzung des Theaterkollektivs, in deren Rahmen die Methode der Arpentage für die Bühne adaptiert und gemeinsam mit dem Publikum durchgeführt wird. Der Text wird zum Resonanzraum, in dem sich die Auseinandersetzung mit Antisemitismus sinnlich und kritisch entfaltet.
Dass fünf Tage vor der Premiere der Schauspieler Yan Balistoy dem Theater Neumarkt vorwirft, ihn aufgrund seiner israelischen Herkunft diskriminiert zu haben, ist reiner Zufall. Die Aufführung nimmt dieses Ereignis jedoch auf ihre eigene Weise auf und macht es zum Teil der kollektiven Auseinandersetzung.
Künstlerische Leitung:
Ketty Ghnassia und Timo Krstin
Künstlerische Mitarbeit:
Noah Engweiler (krilp)
Von und mit:
Das Theaterkollektiv
Bühnenbild und Kostüme:
Maude Villiumier
Produktionsleitung:
Lukas Kubik
Gefördert durch:
Stadt Zürich Kultur, Migros Kulturprozent, Cassinelli-Vogel-Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Stiftung Corymbo
Eine Produktion der cie la mêlée in Koproduktion mit dem Konzeptbüro, Rote Fabrik und in Kooperation mit dem Theater Neumarkt
Liebsten Dank an Sophie Kreyer und Anna Sophie Mahler und das Projekt «memo von nemo – nachrichten aus der tiefe» für die Ausleihe ihrer Szenografie
Ketty Ghnassia und Timo Krstin
Künstlerische Mitarbeit:
Noah Engweiler (krilp)
Von und mit:
Das Theaterkollektiv
Bühnenbild und Kostüme:
Maude Villiumier
Produktionsleitung:
Lukas Kubik
Gefördert durch:
Stadt Zürich Kultur, Migros Kulturprozent, Cassinelli-Vogel-Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Stiftung Corymbo
Eine Produktion der cie la mêlée in Koproduktion mit dem Konzeptbüro, Rote Fabrik und in Kooperation mit dem Theater Neumarkt
Liebsten Dank an Sophie Kreyer und Anna Sophie Mahler und das Projekt «memo von nemo – nachrichten aus der tiefe» für die Ausleihe ihrer Szenografie
Zur prozessbasierten Theaterarbeit ARPENTAGE
Arpentage, zu Deutsch etwa Vermessung oder Vermessungstechnik, ist eine Verbindung aus proletarischem Lesezirkel und politischer Aktion. Ihren Ursprung hat sie in der sozialistischen Bewegung Frankreichs. Arbeiter:innenverbände und Gewerkschaften suchten nach einer Möglichkeit, sich gemeinsam politisch weiterzubilden, ohne in akademische Untätigkeit zu verfallen. Das Lesen sollte gleichzeitig Empowerment sein – ein Instrument zur politischen Gestaltung der Wirklichkeit. Dieses Prinzip übersetzt das Projekt Arpentage in die heutige Zeit und in den Kontext von Theater.Weiterführende Links